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Muskelkrankheiten von M bis P
MuskelverletzungPlötzliche Muskelschmerzen vor allem nach schneller, starker Beanspruchung sprechen für eine Muskelverletzung, z.B. einen Muskelfaserriss bei sehr intensiven, kurzfristigen Belastungen oder Quetschungen und Prellungen. Häufig zeigt sich dabei auch eine sichtbare Schwellung. Die häufigsten Ursachen: Unfall oder Sportverletzung ggf. mit typischen Verrenkungen unterschiedlicher Gelenke.
MuskelverspannungenSchmerzhafte Muskelhärten (Myogelosen) sind bei oberflächlicher Lage meist gut tastbare Verhärtungen in der Muskulatur infolge einer reflektorisch ausgelösten, dauerhaften Anspannung. Das generalisierte Auftreten von Muskelhartspann wird auch bei generalisierten psychosomatischen Erkrankungen wie Tendomyopathie und Fibromyalgie beobachtet.Als Ursachen kommen in Frage vor allem Dauerbeanspruchungen der Muskulatur z. B. Oberschenkel und Hüfte beim Gehen mit den Folgen einer lokalen Ischämie und Stoffwechselstörung. Praktisch bedeutsam sind monotone, abwechslungsarme Bewegungsabläufe während der Arbeit. Aber auch bei Gelenkerkrankungen entsteht ein reflektorisch bedingter Dauertonus, der durch die Anhäufung von Laktat zunächst einen Muskelschmerz mit Faserschwellung auslöst, später bei anhaltender mangelhafter Blutversorgung auch einen Schwund von Muskelfibrillen mit hyaliner und wachsartiger Faserdegeneration und Vakatfettbildung.
Myofasziales SchmerzsyndromSchmerzsyndrom des Bewegungsapparates oft im Hüftbereich, das seinen Ursprung außerhalb der Gelenke und der Knochenhaut hat und nicht auf eine nachweisbare Muskelerkrankung im Rahmen einer entzündlich-rheumatischen oder neurologischen Systemerkrankung zurückzuführen ist. In den meisten Fällen handelt es sich um lokal begrenzte Schmerzsyndrome. Im Gegensatz zu Fibromyalgie ist das MSS ein echter Weichteilrheumatismus.Das myofasziale Syndrom ist die häufigste Form von umschrieben Muskelschmerzen. Bei Patienten mit chronischen Schmerzbildern liegt die Rate bei über 85% . Es wird angenommen, dass die überwiegende Mehrzahl der Fälle mit dauerhaften, unspezifischen Rückenbeschwerden hier einzureihen ist. Für die klinisch auffälligen lokalen Triggerpunkte (Auslöser) werden im Wesentlichen kleinste Verletzungen durch akute oder chronische Überbeanspruchungen (dauernde Fehlhaltung, wiederholt gleichmäßige Bewegungsabläufe wie Fließbandarbeit, Schreibmaschineschreiben u. a.) sowie Makrotraumen (z. B. schweres Heben) verantwortlich gemacht. Auch reflektorische Störungen im Rahmen von Schmerzen bei Irritationen zentraler Nervenwurzeln oder peripherer Nerven spielen eine Rolle. Des Weiteren wird ein multifaktorielles Geschehen angenommen, das in den komplexen Metabolismus der Muskelzelle eingreift: Die erhöhte lokale metabolische Aktivität führt zu einer Freisetzung der Gewebshormone Serotonin, Histamin, Kinin und von Prostaglandinen, was sich letztlich für die Erregung der Schmerzrezeptoren verantwortlich zeichnet. Chronische Triggerpunkte bilden im Verlauf schließlich Fibrosefelder aus, die jedoch keine Nekrosen (Zellenuntergänge) darstellen und meistens heilbar sind.
OsteoporoseInfolge der Überdehnung und verstärkten Haltearbeit der Rumpf- und Beinmuskulatur und aufgrund der Fehlhaltung kommt es zu fürchterliche Muskelschmerzen. Altere und frische osteoporotisch bedingte Knochbrüche im Bereich vom Oberschenkelhals sind ebenso schmerzhaft bzw. verdächtig.
PolyneuropathieHier kann die Muskulatur nicht mehr ausreichend zur Kontraktion angeregt werden und es entstehen Krämpfe bei den benachbarten Fasern, da sie kompensatorisch und somit häufig unnatürlich überbeansprucht werden.
PoliomyelitisNach einem Zeitraum von mehr als 15 Jahren nach einer durchgemachten Epidemica anterior acuta (Polyo) kann es zu einem Post-Polio-Syndrom kommen. Dabei kommt es zu einem erneuten Befall der im Rahmen der Poliomyelitis betroffenen Muskeln, häufig mit begleitenden Muskelschmerzen einhergehend. Es gibt keine kausale Therapie, wichtig ist eine schonende physiotherapeutische Betreuung sowie eine ausreichende Schmerzbehandlung.
Psychische ErkrankungenVor allem bei Depressionen sind Muskelschmerzen in Hüfte und Rücken relativ häufig.Weiter zu: Arthrose, Lipidsenker, Druckluft Wachstumsschmerzen, Grippe, Tumoren
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