Ursachen für Muskelschmerzen
Lesen Sie über die Gründe für Schmerzen in den Beinen und die jeweilige Behandlung
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Behandlung von Arthrose und der dazugehörigen Muskelschmerzen

 

In den meisten Fällen geht der Arthrose ein langjähriges schmerzloses Intervall ohne Symptome voraus, es können aber erste röntgenologische Veränderungen bereits vorliegen. Der Krankheitsbeginn wird von den Betroffenen häufig als Steifigkeit beschrieben und ist in der Regel begleitet von unscharfen Gelenk- und Muskelschmerzen. In die weitere stufenhafte Entwicklung kommt der sog. Anlaufschmerz hinzu, der vor allem nach längerem Sitzen im Oberschenkel und morgens nach dem Aufstehen auftritt, nach kurzer Zeit aber wieder verschwindet. Weitere Symptome sind Verkürzungen, Kontrakturen, Deformitäten und Ermüdungsschmerzen. Eine radiologisch ausgeprägte Arthritis ist nicht immer mit gravierenden Einschränkungen im sozialen oder täglichen Leben verbunden, deswegen ist der persönliche Leidensdruck des Patienten das wichtigste Kriterium bei der Therapieentscheidung bzw. Planung der Behandlung.


 

Vier Therapieverfahren bei Arthritis:

Physiotherapie

Die physiotherapeutischen Behandlungen zielen auf die Vermeidung und Auflösung behindernder Spannungen und Versteifungen ab und erzielen oft eine Schmerzlinderung. Die häufigsten Verfahren sind Erwärmung durch Ultraschall, Kältetherapie und Wärmebehandlung je nach Fall und Patient, Ausdehnungen (Extensionen), Anwendung vom elektrischen Strom und Massagen.

Durch spezielle Bewegungen wird versucht, die Gelenkbeweglichkeit zu erhalten sowie Kraft und schmerzloses Zusammenwirken von Muskeln zu stärkern. Die passiven Übungen werden vom Physiotherapeuten durchgeführt, die Aktiven setzen Patientenmitwirkung voraus, was auch in der Regel zu besseren Ergebnissen führt. Im akuten Schub muss das betroffene Gelenk jedoch unbedingt geschont und möglichst wenig beansprucht werden.

 

Medikamentöse Therapie

Da Arthrose nichts anderes als ein entzündungähnlicher Prozess ist, haben sich nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Aspirin aufgrund ihrer ausgeprägten antiinflammatorischen Wirkung besonders bei aktivierten Arthrosen bewährt. Leichte Arthroseschmerzen sind mit peripheren Substanzen, starke oder auf NSAR nicht ansprechende Schmerzen mit zentralwirkenden Stoffen zu behandeln.

Kortisoninjektionen sind nur der aktivierten Arthrose vorbehalten. Intraartikuläres Einspritzen von Hyaluronsäure direkt ins Gelenk, bei ergussfreiem Gelenk und üblicherweise nicht mehr als 5-mal innerhalb von 5 Wochen, sollen eine Versiegelung der Oberfläche bewirken und die Schutzfaktoren der Gelenkflüssigkeit (Synovia) positiv beeinflussen, sog. umkreisender Effekt.

 

Allgemeine Maßnahmen

Gymnastik, Gewichtsreduktion und Vermeidung bzw. Reduktion von Tätigkeiten, welche die Gelenke belasten und Muskelschmerzen verursachen. Diese Tätigkeiten sind alle, die den typischen für Arthrose bewegungs- und belastungsabhängigen Schmerz hervorrufen. Da unterschiedliche Gelenke bzw. Muskelgruppen betroffen sein können, kann jeder Kranke eine Liste mit für ihn zutreffenden schmerzhaften Bewegungen erstellen und darauf achten, sie nicht unnötig durchzuführen. Die Liste hilft bei der täglichen Lebensplanung wie z.B. Waschen, Kochen, Einkaufen etc., wo der Patient sich bewußt entscheiden kann, bei automatisierten körperlichen Abläufen, andere Muskeln zu belasten.

Der typische Schmerz im Oberschenkel und woanders muss jedoch nicht unbedingt ausschließlich bei Belastung auftreten. Sollte auch die Gelenkhaut entzündet sein, die sog. Synovitis, treten nicht selten auch Nacht- und Ruheschmerzen auf. Die betroffenen Körperparteien müssen daher untersucht und ggf. geröntgt werden.

 

Operative Therapie

Die Indikation für eine operative Versorgung stellt sich bei erheblichem Leidensdruck des Patienten, erfolglosen konservativen, nichtoperativen Maßnahmen und Aussicht auf Funktionsverbesserung. Es sind zwei verschiedene Vorgehen zu unterscheiden: gelenkerhaltende und gelenkersetzende Operationen.

Zu den gelenkerhaltenden Operationen zählen Lavage, Knorpelglättung mit Gelenktoilette und Umstellungsosteotomie: Entfernung von Knochenmaterial um Gelenkanteile zu entlasten oder neu zu formen, um deren Funktion zu gewährleisten. Sie werden vor allem bei wenig ausgeprägten Arthrosegraden eingesetzt, und sind aufgrund der komplizierten Nachbehandlung und möglicher Folgeeingriffe auf eher jüngere Patienten beschränkt. Gelenkersetzende Operationen zählen an Hüfte und Knie bereits zu Routine-Behandlung und das Verfahren wird ständig verbessert.

 

Symptome der rheumatoide Arthritis

Vor diesem vierstufigen Therapieverfahren der Arthritis sollte der Patient durch ein umfangreiches Beratungsgespräch über seine (eventuell fortschreitende) Erkrankung aufgeklärt werden. Ihm muss bewußt sein, dass seine Mitarbeit ausschlaggebend für den Krankheitsverlauf ist.

Da unnötig wiederholte Röntgenaufnahmen vermieden werden sollten, achtet man viel mehr heutzutage auf äußerliche rheumatische Symptome: Muskelverkürzungen, Sehnenkontrakturen, verdickte Bänder und geschwollene Gelenke. Dehn- und Druckschmerzen sowie eingegrenzte Überwärmung der Haut sind weitere arthrotische Zeichen.

Das wohl wichtigste Warnzeichen ist die eingeschränkte Gelenkfunktion, was zu Störungen des Bewegungsumfangs und Gangbildes führt und weitere Instabilitäten begünstigt. Im Röntgenbild sieht man bei Arthrose typische Veränderungen wie Deformierungen, Verminderung der Knorpelmasse bzw. Gelenkspaltverschmälerung, Hohlraumbildungen (Zysten) und Knochenverdickungen und Verformungen häufig begleitet von Knochenmißbildungen, die sog. Randosteophyten.

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